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Woran kann ich Eröffnungswehen erkennen?

Vermutlich stellen sich 99 % der werdenden Mamas (und auch nicht wenige zukünftige Papas) diese Frage – verständlicherweise! Denn Sie wollen ja nicht den richtigen Moment verpassen, wenn der entscheidende Wehenabstand eintritt und es Zeit fürs Krankenhaus wird. Deshalb habe ich dem Thema, wie Sie Eröffnungswehen erkennen können, einen eigenen Beitrag gewidmet.

Eröffnungsphase: Regelmäßige Intervalle der Wehen

Die Geburts- bzw. Eröffnungswehen zeigen den Start des Geburtsprozesses an. Dabei verkürzt sich zuerst der Gebärmutterhals und der Muttermund weitet sich geringfügig. Später wird er stufenweise weicher und dünner und öffnet sich bis auf ca. 10 Zentimeter. Dadurch passt das Baby gut durch die Öffnung und kann das Licht der Welt erblicken. Im Übrigen rutscht das Kleine während der Eröffnungsphase mit dem Kopf voran immer tiefer Richtung „Ausgang“. Das sorgt zusätzlich für eine Dehnung des Muttermundes.

Geburtswehen treten in regelmäßigen und immer kürzer werdenden Intervallen auf. Allmählich steigert sich dann die Intensität. Es kann auch passieren, dass brauner oder blutroter Schleim aus der Scheide austritt. Dies kann ein Zeichen dafür sein, dass sich der Schleimpfropfen gelöst hat, der bis dahin den Muttermund blockiert hat. Dann kann es entweder bald losgehen oder doch noch bis zu einer Woche dauern – was denn nun?

Anzeichen Eröffnungswehen: Regelschmerz und schnell aus der Puste

Woran Sie nun konkret Eröffnungswehen erkennen, ist nicht so einfach zu beschreiben. Jede Frau kann dies nämlich anders empfinden. Bei vielen Schwangeren fühlen sich die Geburtswehen zu Beginn wie Menstruationsschmerzen an. Das äußert sich durch anhaltende, meist krampfartige Schmerzen im unteren Rücken und/oder im Unterbauch sowie durch ein Ziehen im Bauch.

Wenn es sich um „echte“ Geburtswehen handelt, bemerken Sie im Vergleich zu anderen Wehenarten schon mal eine Steigerung in Sachen Länge und Stärke. Außerdem wird bei den Vor- und Übungswehen der Bauch meist nur hart, es zwickt hier und da. Auch fühlt es sich eher an, als kommen die Wehen aus dem „Nichts“. Geburtswehen dagegen kündigen sich an: Sie kommen als sanfte Welle angerollt, steigern sich zu einer gewissen Höhe und flauen dann wieder ab.

Eröffnungswehen erkennen Sie möglicherweise auch daran, dass Sie eine Art Erleichterung verspüren. Denn nun begibt sich Babys Köpfchen in Startposition innerhalb Ihres Beckens. Gleichzeitig können Sie mehr essen und müssen möglicherweise auch häufiger auf die Toilette. Ein weiteres Zeichen kann sein, dass Sie schnell außer Puste kommen wie beispielsweise bei einem Dauerlauf und Sie dabei laut und tiefer ausatmen möchten. Wenn Sie jetzt ein warmes Bad nehmen oder sich unter eine wärmende Decke legen, gehen die „echten“ Wehen so richtig los. Werden sie dagegen schwächer, war es noch „falscher Alarm“.

Ruhig bleiben – auch wenn Sie Eröffnungswehen erkennen

Wenn die ersten Wehen auftreten, heißt es „Ruhe bewahren“. Schließlich steht die Kliniktasche fertig gepackt bereit, Sie haben sich gut auf eine entspannte Geburt vorbereitet und kennen auch verschiedene Möglichkeiten, um sich die Wehen erträglicher zu machen.

Es ist absolut nicht notwendig, sofort bei den ersten Eröffnungswehen ins Krankenhaus aufzubrechen. Vielmehr raten Hebammen dazu, so lange wie mögliche zuhause Kraft für die bevorstehende Geburt zu tanken.

Denn in der Regel dauert es – vor allem bei der ersten Geburt – noch ca. 10 bis 13 Stunden bis zur Austreibungsphase und eigentlichen Geburt. Denn wie oben beschrieben muss sich noch der Gebärmutterhals zurückziehen und der Muttermund weiten. Wenn es nicht Ihr erstes Kind ist, geht es entsprechend schneller – etwa um die Hälfte kann sich die Eröffnungsphase dann verkürzen. Vielleicht beschäftigen Sie sich in der Wartezeit auch nochmal mit den verschiedenen Geburtspositionen. Dann fühlen Sie sich gut vorbereitet und gehen entspannter an das Ganze heran.

Wann bei Eröffnungswehen ins Krankenhaus?

Der Aufbruch ins Kranken- oder Geburtshaus ist angesagt, wenn

  • die Eröffnungswehen nur noch 1 bis 1 ½ Minuten dauern
  • Sie sich zuhause unwohl fühlen bzw. Sie Hilfe oder Anleitung benötigen
  • die Fruchtblase platzt oder Fruchtwasser austritt (unabhängig von Wehen)
  • Fieber, Sehstörungen, Unterleibsschmerzen oder starke Kopfschmerzen auftreten
  • sich nicht nur blutiger Schleim zeigt, sondern stärkere vaginale Blutungen einsetzen

Doch letztlich gibt es auch hier keine allgemeingültigen Regeln. Wenn Sie mehr auf Ihre Instinkte als auf die Stoppuhr vertrauen möchten, ist dies auch durchaus in Ordnung – so lange o.g. Anzeichen nicht auftreten. So kann es durchaus sein, dass der Muttermund sich schon weiter öffnet, auch wenn die Wehen nur alle 10 Minuten auftreten. Oder dass der Abstand nur zwei Minuten beträgt und es dennoch noch eine Weile dauert, bis das Kleine sich „blicken lässt“. Sie können also auch darauf achten, ob sich die Atmung verändert (wie oben schon beschrieben), ob Sie das Geschehen um sich herum noch aufnehmen können oder ob Sie bei dem, was Sie gerade tun, pausieren müssen.

Fazit: Sie können Eröffnungswehen erkennen, indem Sie auf die Art und Länge der Wehen sowie Ihre Atmung und inneren Gefühle achten. Ins Kranken- oder Geburtshaus sollten Sie bei bestimmten Wehenabständen sowie verschiedenen Komplikationen. Auf jeden Fall dauert es nun nicht mehr lange, bis Sie Ihren kleinen Liebling in den Armen halten.