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Ablauf einer Geburt – so kommt Ihr Kind zur Welt

Nach rund 40 Schwangerschaftswochen ist es endlich so weit: Die Wehen setzen ein und Sie können das neue süße Familienmitglied bald in die Arme nehmen. Doch wie genau läuft eigentlich eine natürliche Geburt ab? Verständlicherweise interessiert Sie das als werdende Mama bzw. künftiger Papa brennend und es ist überaus sinnvoll, wenn Sie sich vorab über den Ablauf einer Geburt informieren. Darum geht’s jetzt also im Folgenden …

Die vier Phasen einer natürlichen Geburt

Schon seit vielen Jahrtausenden bringen Frauen Kinder zur Welt. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang. Einerseits ist jede Geburt einzigartig, andererseits gibt es bestimmte allgemeine Abläufe. So kann eine Geburt in diese vier Phasen aufgeteilt werden:

  1. Eröffnungsphase
  2. Übergangsphase
  3. Austreibungsphase
  4. Nachgeburtsphase

Nun müssen Sie bei den ersten Anzeichen nicht gleich in die Klinik „stürzen“. Vielmehr sollten Sie ruhig und entspannt bleiben und den Wehenabstand kontrollieren. Der sagt schon viel darüber aus, wann ES so richtig losgeht. Ansonsten gehe ich mal davon aus, dass Sie gut auf diesen Moment vorbereitet sind – z.B. Ihre Kliniktasche gepackt bereitsteht, Sie sich über mögliche Geburtspositionen und Entspannungsübungen während der Entbindung informiert haben. Dann wird es Zeit, den Ablauf einer Geburt und seine einzelnen Phasen etwas genauer zu betrachten.

Eröffnungsphase – erste Phase beim Ablauf einer Geburt

Die Eröffnungsphase ist die längste während des Geburtsablaufs und kann bei der ersten Geburt zwischen 8 und 14 Stunden dauern. Diese Phase kündigt sich mit den Eröffnungswehen an, die anfangs in regelmäßigen Abständen von 20 bis 30 Minuten auftreten. Jetzt können Sie noch immer entspannt bleiben, bis am Ende der Eröffnungsphase die Wehen etwa alle 10 Minuten kommen. Jetzt sollten Sie in die Klinik aufbrechen oder Ihre Hebamme informieren.

Zum Ende der Eröffnungsphase beträgt der Wehenabstand noch ca. 2 Minuten. Häufig ist dann auch der Blasensprung erfolgt. Sollte dies nicht der Fall sein, wird dies oft künstlich mit einer sogenannten Blasensprengung durchgeführt.

Beim Blasensprung platzt die Fruchtblase. Dabei werden drei Zeitpunkte unterschieden: Der vorzeitige Blasensprung zeigt sich mit Fruchtwasserabgang vor Wehenbeginn. Beim frühzeitigen Blasensprung geht Fruchtwasser während der Eröffnungsphase ab. Der rechtzeitige Blasensprung setzt am Ende der Eröffnungsphase ein. Sollten Sie sich beim Blasensprung noch nicht in der Klinik befinden, nehmen Sie bitte Kontakt mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Arzt auf.

Ansonsten werden in der Klinik, im Geburtshaus etc. die Herztöne des Babys von der Hebamme kontrolliert. Zudem überprüft sie regelmäßig den Muttermund. Damit stellt sie fest, wie weit er geöffnet ist und wo sich das Köpfchen des Kindes befindet. Sie werden in der Zwischenzeit möglichst tief einatmen und verschiedene Dinge ausprobieren, die Ihnen die Wehen erträglicher machen.

Übergangsphase – kurz und heftig

In der Übergangsphase ist der Muttermund mit 8 bis 10 Zentimetern vollständig offen. Zum Glück ist diese zweite Geburtsphase sehr kurz, denn sie ist gleichzeitig auch von recht heftigen Wehen gekennzeichnet. Diese werden von den meisten Frauen als ziemlich intensiv und auch schmerzhaft beschrieben.

In dieser Phase ist es besonders wichtig, dass Sie sich in den Wehenpausen entspannen – auch wenn‘s schwer fällt. Denn wenn Sie verkrampfen, wird der Ablauf einer Geburt erschwert. Die Hebamme wird Ihnen sagen, dass Sie bitte noch nicht mitpressen sollen, auch wenn der Drang dazu groß ist. Halten Sie sich möglichst an diese Anweisungen, dann geht es umso besser voran. Bald ist es soweit und Sie können Ihren kleinen Liebling festhalten …

Endspurt im Ablauf einer Geburt – die Austreibungsphase

Nun geht es in die entscheidende Phase: Die Wehen treten in regelmäßigen Abständen auf. Auf diese Weise wird das Baby durch den Geburtskanal geschoben. Dabei drückt das Köpfchen auf den Darm der Mutter und löst einen automatischen Pressdrang aus. Wenn dieser überwältigend wird, dürfen Sie auch kräftig mitpressen, denn so helfen Sie dem Kleinen besser durch den Geburtskanal.

Während des Durchtritts durch Ihr Becken muss sich der Kopf des Kindes um 90 Grad drehen. In dem Moment zeigt sein Gesicht zu Ihrer Wirbelsäule. Wenn der Babykopf geboren wurde, sollten Sie mit dem Pressen aufhören – sonst könnte der Damm reißen. Ist das Köpfchen draußen, dreht sich das Kind noch einmal um 90 Grad, damit auch die Schulter geboren werden kann – erst wird die vordere Schulter an Ihrem Schambein vorbei geboren, dann die hintere in Dammnähe. Nun rutscht der gesamte Körper nach. Das ist jetzt nur noch ein Pappenstiel, da er ja schmaler als Kopf und Schultern des Babys ist.

Während der Austreibungsphase ist auch das Kleine gestresst, weshalb seine Herztöne ständig überwacht werden. Bei der ersten Geburt kann diese Phase schon mal 2 Stunden dauern.

Geschafft: Die Nachgeburtsphase zum Abschluss

Der Ablauf einer Geburt wird mit der Nachgeburt abgeschlossen. Dabei kommt es zu einigen Nachwehen, die mit Blutungen einhergehen, und die Plazenta löst sich von der Gebärmutterwand. Diese Nachwehen können Sie mit Menstruationsschmerzen vergleichen. Danach kontrolliert die Hebamme, ob auch die vollständige Nachgeburt ausgestoßen wurde und sich keine Reste mehr in der Gebärmutter befinden.

Die Nachgeburtsphase und die Nachwehen können teilweise bis zu einer Stunde dauern. Doch oft bemerken Sie das gar nicht oder kaum, weil Sie inzwischen mit Ihrem süßen neuen Familienmitglied beschäftigt sind. Manchmal wird die Nachgeburtsphase durch ein Wehenmittel unterstützt. Sie kann auch beschleunigt werden, wenn Sie Ihr Baby stillen, sich den Bauch massieren oder eine aufrechte Position einnehmen.

Fazit: Der Ablauf einer Geburt ist etwas ganz Natürliches und gestaltet sich im Normalfall komplikationslos. Gerade beim ersten Kind können die einzelnen Phasen etwas länger dauern. Bleiben Sie möglichst entspannt und denken Sie an all die unterstützenden Maßnahmen, über die Sie sich im Vorfeld informiert haben.