29
Apr
2017
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Was tun bei ersten Wehen

Was tun bei ersten Wehen?

Je weiter die Schwangerschaft voranschreitet, desto mehr stehen die werdenden Eltern in den Startlöchern. Dann wird auf das kleinste Anzeichen geachtet und man steht quasi dauerhaft unter Strom. Kommt es dann zu den vermeintlich ersten Wehen, kann schnell Panik aufkommen, was in dieser Situation sicherlich kontraproduktiv ist. Deshalb beantworte ich jetzt die Frage aller Fragen: Was tun bei ersten Wehen?

Ruhig bleiben und auf das eigene Gefühl hören

Was tun bei ersten WehenSobald es zwickt und zieht, könnte das bei Ihnen, Ihrem Partner und dem Umfeld zu Aufregung, vielleicht sogar Verunsicherung führen. Das ist einerseits verständlich, macht aber andererseits die Sache nicht gerade leichter. Viel besser ist es doch, wenn Sie von Vornherein mit mehr Sicherheit und Information an die Sache herangehen. Was also tun bei ersten Wehen und dem Gefühl, dass ES jetzt losgeht?

Es kann Sinn machen, dass Sie sich mit Ihrer Hebamme in Verbindung setzen. Diese wird Ihnen verschiedene Fragen stellen und Sie gleichzeitig dazu ermuntern, den Aufbruch in die Klinik oder ins Geburtshaus nicht zu überstürzen. Häufig wird bei der Frage Was tun bei ersten Wehen? dazu geraten, auf den eigenen Körper und das eigene Gefühl zu hören.

Das ist meines Erachtens ein sehr guter Rat, denn heutzutage ist es wohl immer häufiger so, dass die werdende Mama gleich dabehalten wird, auch wenn es noch länger bis zur Geburt dauert. Gleichzeitig wird davor gewarnt, dass in manchen Krankenhäusern gerne zu Zange, Saugglocke, Kaiserschnitt oder Wehen einleitenden Medikamenten gegriffen wird, je länger eine Schwangere in der Klinik ist. Das ist nicht besonders schön, denn künstlich unterstützte Wehen sind deutlich schmerzhafter als natürliche Wehen.

Erste Wehen zuhause erleben

Deshalb ist es sinnvoll, dass Sie sich mit der Frage Was tun bei Wehen? gründlich auseinandersetzen. So läuft die frühe Phase der Wehen normalerweise sehr leicht ab und die ersten Wehen kommen auch nicht sehr häufig. Oft passiert da erst einmal nicht viel. Erste Wehen fühlen sich bei jeder Schwangeren unterschiedlich an – manche vergleichen es mit Rückenschmerzen, andere spüren Krämpfe, einen harten Bauch, ein Zwicken im Unterbauch, leichte Kontraktionen oder ein Ziehen, das bis in die Beine ausstrahlt.

Diese Phase kann Stunden und manchmal sogar Tage dauern. Je länger Sie zuhause bleiben, desto größer ist die Chance auf einen kürzeren Verlauf der Geburt und damit auch auf ein positiveres Geburtserlebnis. Denn zuhause fühlen Sie sich natürlich entspannter als in einer fremden Umgebung. Durch die Entspannung und Gelöstheit sparen Sie einiges an Energie, die Sie dann in der Geburtsphase gut gebrauchen können. Bei ca. einem Viertel der Schwangeren wird die Geburt übrigens mit einer leichten Blutung eingeleitet, die mit Schleim vermischt ist. In den meisten Fällen beginnen dann spätestens nach ein bis zwei Tagen die Wehen.

Was tun bei ersten Wehen in der frühen Phase?

Das können Sie in dieser Phase tun:

  • Duschen Sie oder nehmen Sie ein Bad – wobei Sie bitte nie alleine im Badezimmer bleiben. Das warme Wasser bis maximal 40 °C lindert den Wehenschmerz und trägt zur Entspannung bei.
  • Vergessen Sie nicht zu essen und vor allem ausreichend zu trinken. Lebensmittel mit komplexen Kohlenhydraten sind jetzt sinnvoll, wie Gemüse und Vollkornprodukte. Falls Sie keinen Appetit haben, verspeisen Sie wenigstens eine Banane. Gute Energie und zahlreiche Nährstoffe liefern (grüne) Smoothies.
  • Ablenkung kann jetzt ebenfalls nicht schaden. Gehen Sie in Begleitung in der Nähe spazieren, bewegen Sie sich in der Wohnung, hören Sie Musik, lesen Sie ein gutes Buch, schauen Sie sich Ihren Lieblingsfilm an oder ähnliches – aber bitte alles, ohne sich zu verausgaben.
  • Legen Sie sich hin und versuchen Sie zu ruhen oder zu schlafen. Falls Sie im Liegen nicht entspannen können, setzen Sie sich bequem hin. Gut zudecken nicht vergessen.
  • Überhaupt sollten Sie die empfindlichen Stellen schön warm halten – beispielsweise mit einer Wärmflasche oder einer Kuscheldecke.
  • Finden Sie eine geeignete Position, die für Sie am angenehmsten ist und probieren Sie verschiedenes aus – im Liegen auf dem Rücken oder der Seite, im Vierfüßlerstand, sitzend auf dem Geburtsball, angelehnt an Kissen oder ähnliches.
  • Testen Sie verschiedene Atemtechniken, die Ihnen den Zustand erleichtern und die Kontraktionen für Sie erträglicher machen.
Was können der Partner oder andere Helfer tun?

Überlegen Sie, ob Sie die Zeit jetzt lieber alleine verbringen oder mit Ihrem Partner, einer Freundin oder einer Doula. Diese können Sie natürlich in dieser frühen Phase unterstützen, indem sie

  • Ihnen die Hand halten
  • mit Ihnen reden und Sie beruhigen
  • Ihnen beim Veratmen der Wehen helfen
  • Sie massieren
  • Ihnen ein Bad einlassen oder bei der Dusche zur Hand gehen
  • Ihre anderen Kinder betreuen
  • Ihnen eine Mahlzeit zubereiten
  • die Zeitabstände zwischen den Wehen messen.

Fazit: Ich hoffe, dass ich die Frage Was tun bei ersten Wehen? für Sie ausreichend beantwortet habe. Vielleicht fragen Sie sich nun, mit welchem Wehenabstand Sie ins Krankenhaus sollten oder auch, welche Art von Wehen es überhaupt gibt. Antworten darauf finden Sie jeweils in den verlinkten Beiträgen. Und wenn Sie sich nach dieser etwas anstrengenden Lektüre etwas Gutes tun wollen, schauen Sie mal in den NW-Umwelt-Shop. Hier gibt es u.a. milde Seifen, Hilfe für zur Entsäuerung und Darmreinigung oder – besonders interessant – ein wirksames Wundöl namens prorepatin, das sehr hilfreich bei Dammschnitt oder Dammriss sein kann.

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