2
Mai
2017
1
Homöopathie nach der Geburt

Milde Hilfe: Homöopathie nach der Geburt

Hurra – endlich ist der neue Erdenbürger da. Dennoch können verschiedene Beschwerden die Freude schmälern: schmerzhafte Nachwehen, schlechte Wundheilung bei Geburtsverletzungen, wunde und schmerzende Brüste, eingeschränkte Milchbildung oder körperliche und seelische Erschöpfung können für die frischgebackene Mama ein Problem darstellen. Wenn Sie hier mit milden Mitteln Abhilfe schaffen wollen, ist die Homöopathie nach der Geburt eine gute Wahl.

Homöopathie nach der Geburt für Körper und Seele

Homöopathie nach der GeburtDie Zeit nach der Geburt, auch Wochenbett genannt, bringt für viele Frauen neben großen Glücksgefühlen auch so manche Belastung mit sich. Sie müssen die oft strapaziöse Geburt verkraften, mit eventuellen Geburtsverletzungen umgehen und sich körperlich und seelisch auf die neue Situation einstellen. Schmerzen können das Leben arg beeinträchtigen – ob durch Nachwehen, Geburt mit Dammriss bzw. Dammschnitt oder wunde Brüste. Im Hormonhaushalt gibt es Umstellungen und zudem kann es zu Problemen beim Stillen kommen.

Aktivierte Selbstheilung und keine Nebenwirkungen

Wenn Sie Beschwerden haben, aber gleichzeitig den zarten Organismus des Babys während der Stillzeit nicht belasten wollen, kann Ihnen die Homöopathie nach der Geburt eine wirksame Unterstützung sein. Diese aktiviert die Selbstheilungskräfte und hat – bei sachgemäßer Einnahme – keinerlei schädliche Nebenwirkungen. Ich habe für Sie einmal recherchiert, welche homöopathischen Mittel für die Beschwerden nach der Geburt besonders empfohlen werden. Gleichzeitig bitte ich Sie, sich nicht selbst zu therapieren, sondern sich mit kundigen Heilpraktikern, Hebammen oder Ärzten abzustimmen. Denn es ist vor Anwendung der Homöopathie nach der Geburt wichtig, den genauen Zustand der „Neumama“ zu kennen und die Mittel entsprechend anzupassen.

Arnika …

… beschleunigt die Wundheilung, lindert stark schmerzhafte Nachwehen und mildert Müdigkeit und das Gefühl von „Zerschlagenheit“.

Chinarinde …

… hellt die Stimmung auf und bringt Sie ihn Schwung, wenn Sie sich kraftlos, schlapp, ausgelaugt und erschöpft fühlen. Auch bei Appetitlosigkeit und Schwindel, bei Reizbarkeit und Überempfindlichkeit auf Gerüche, Geräusche und Berührung kann sie eingesetzt werden.

Gänseblümchen …

… hilft bei der raschen Regenerierung des Gewebes nach einem chirurgischen Eingriff wie beispielsweise Kaiserschnitt. Auch fördert das Gänseblümchen die schnellere Rückbildung der Gebärmutter, hilft bei starken Wundschmerzen und beschleunigt die Wundheilung. Es normalisiert zudem den Wochenfluss und mildert Blutergüsse.

Gold, Platin oder Tintenfisch …

… lösen seelische Verstimmungen schnell in Luft auf.

Herzgespann, Johanniskraut oder Kamille …

… sind hilfreich bei starken Schmerzen.

Kali-Salz …

… trocknet den Tränenfluss und hilft bei Sorgen und Ängsten.

Kermesbeere …

… beeinflusst 60 % aller Brustprobleme nach der Geburt im positiven Sinne. So kann die Pflanze Schmerzen beim Stillen lindern, Entzündungen dämpfen, Knoten lösen und den Milchfluss anregen.

Küchenschelle …

… bringt Linderung bei Blutungen und wenn Ihnen häufig nach Weinen zumute ist.

Mönchspfeffer oder Mutterkorn …

… sorgen für Milchbildung zum besseren Stillen.

Quecksilber, Kalkschwefelleber und Kieselsäure …

… in der genannten Reihenfolge lindern Schmerzen und Spannungen in der Brust, fördern die Milchbildung und lindern zu starken Milchfluss.

Ringelblume…

… als Auflage in verdünnter Urtinktur kann äußerlich auf Dammriss oder -schnitt aufgelegt werden. Sie lindert Schmerzen und fördert die Wundheilung – auch von Riss-, Schnitt- und Schürfwunden. Bei wunden Brustwarzen ist die Ringelblume ebenfalls nützlich.

Salpetersäure …

… wirkt hilfreich bei wunden Brustwarzen sowie schmerzhaften Einrissen an Mundwinkeln, Scheide oder After.

Spanische Fliege …

… kann bei Wundbrennen und Verkrampfungen helfen.

Stephanskraut …

… verschafft Ihnen nach einem Dammschnitt Linderung

Tollkirsche …

… ist hilfreich, wenn es zu blutenden Nachwehen oder Brustproblemen kommt.

Weiße Mistel …

… sorgt für frische Aktivität, wenn sich die Gebärmutter einfach nicht zurückbilden will.

Zaunrübe …

… hilft bei schmerzender Brust, entzündeten Brustwarzen, Milchstau oder zu starken Milchfluss.

In der Übersicht Homöopathie nach der Geburt habe ich nochmal die wichtigsten Beschwerden sowie die dazu passenden Homöopathika aufgelistet. Übrigens: Falls eine Geburtsverletzung nicht zu vermeiden war, ist auch das natürliche Öl prorepatin ein mildes und hilfreiches Mittel, um Schmerzen zu lindern und die Wundheilung zu fördern. In den Tipps für die Kliniktasche erläutere ich das ausführlicher. Apropos: Auf meiner Checkliste für die Geburtstasche stehen zwar keine Homöopathika – aber Sie können durchaus auch davon vorsorglich etwas einpacken.

Fazit: Die Homöopathie nach der Geburt ist eine sehr milde und gleichzeitig äußerst hilfreiche Methode, um Probleme im Wochenbett zu lindern und bei der Heilung unterstützend zu wirken. Welches homöopathische Mittel in welcher Menge für Sie zur Anwendung kommt, fragen Sie bitte eine/n erfahrene/n Experten/in.

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