20
Jun
2017
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Analfissuren

Analfissur: Was Sie darüber wissen sollten

Neben Geburtsverletzungen wie Scheidenriss, Dammschnitt oder Geburt mit Dammriss besteht auch die Möglichkeit einer Analfissur. Dazu kann es sowohl während der Schwangerschaft und Geburt als auch in der Stillzeit kommen. Was das genau ist, wie es dazu kommt und was die Schmerzen lindert sowie die Heilung beschleunigt – das erfahren Sie jetzt.

Definition und Ursachen einer Analfissur

AnalfissurBei einer Analfissur ist die Haut am Darmausgang eingerissen, was häufig zu starken Schmerzen vor allem beim und nach dem Stuhlfang führt. Die Risse können sowohl innerlich als auch äußerlich rund um den After auftreten.

Eine Analfissur entsteht letztlich durch eine Überdehnung der Haut in diesem Bereich und kann verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören beispielsweise ein zu harter oder zu weicher Stuhlgang – häufig bedingt durch eine nicht optimale Ernährung –, chronischer Durchfall, Hämorrhoiden, langes und häufiges Sitzen, zu starkes Pressen beim Stuhlgang, ein schwaches Bindegewebe oder Kraftsport.

Analfissur und Schwangerschaft

Auch während der Schwangerschaft kann es zu einer Analfissur kommen. In dem Fall wird diese häufig durch Hämorrhoiden ausgelöst, unter denen Schwangere hormonbedingt öfter leiden. Hinzu kommt, dass viele Frauen in der Zeit mit Verstopfungen zu kämpfen haben, welche die Entstehung von Analfissuren zusätzlich begünstigen.

Während der Geburt kann die Haut rund um den After aufgrund zu starken Pressens ebenfalls einreißen. Und auch während der Stillzeit haben Frauen verstärkt mit Analfissuren zu kämpfen. Hier ist die Ursache ein zu harter Stuhl, welcher zum Einreißen der empfindlichen Haut am Darmausgang führt.

Symptome und Verlauf einer Analfissur

Bei einer Analfissur kann bereits das Sitzen schwerfallen. Die größten Schmerzen treten allerdings während und nach dem Stuhlgang auf. Im Stuhl finden sich außerdem oft Beimengungen von Blut oder das Toilettenpapier weist Blutspuren auf. Oft verkrampft zudem der Schließmuskel, so dass der Stuhl zurückgehalten und dadurch noch härter wird. Dies wiederum verschlechtert den Zustand der Wunde.

Hinzu kommt, dass im Bereich des Afters ein äußerst ungünstiges Umfeld herrscht. Die Feuchtigkeit sowie Keime und Bakterien erschweren die Heilung enorm. Sollten Sie zudem unter Hämorrhoiden leiden, kann die Analfissur dadurch verschlimmert werden. Denn der gestörte Blutfluss lässt den Riss schlechter heilen und begünstigt gleichzeitig Entzündungen.

Was hilft bei einer Analfissur?

Der Arzt verschreibt meist schmerzlindernde Salben, Zäpfchen, Analtampons und Cremes, die allerdings die Analfissur nicht heilen. Zudem können Sie selbst einiges tun, um die Schmerzen zu vermindern und vor allem die Heilung des Risses zu beschleunigen sowie zusätzliche Entzündungen zu verhindern:

  • Nehmen Sie lauwarme Sitzbäder mit milden Mitteln wie beispielsweise Hamamelis, Kamille und Arnika. Das sorgt für ein Abklingen der Schwellungen und Beschwerden.
  • Bei akuten Schmerzen – beispielsweise nach dem Stuhlgang – hilft auch eine Auflage mit eiskalten Kompressen bzw. einer Eispackung, die etwa 10 Minuten aufgelegt wird.
  • Beim Toilettengang sollten Sie versuchen, Pressen zu vermeiden. Nehmen Sie sich Zeit und atmen Sie tief und bewusst durch.
  • Reinigen Sie sich nach dem Stuhlgang möglichst NICHT mit Toilettenpapier, sondern verwenden Sie lieber lauwarmes Wasser zum gründlichen Säubern.
  • Verzichten Sie auf feuchte Toilettentücher oder ähnliches, was chemische Substanzen enthält, denn diese reizen die empfindliche Analregion zusätzlich.
  • Zur Lösung der oben beschriebenen Verkrampfung des Schließmuskels wird die Verwendung einer betäubenden Creme und eines Analdehners empfohlen.
  • Um die Verstopfung zu bekämpfen, ernähren Sie sich ballaststoffreich und trinken außerdem viel Wasser.
  • Verzehren Sie – wenn nötig – zusätzlich verdauungsfördernde Lebensmittel, wie beispielsweise Flohsamenschalen oder Leinsamen.
Vier Wirkeffekte gegen Analfissuren

Nun kennen Sie bereits einige wirksame Maßnahmen, welche die Schmerzen einer Analfissur lindern und eine Verschlimmerung verhindern. Allerdings gibt es einige entkrampfende und betäubende Salben, die Sie während Schwangerschaft und Stillzeit nicht verwenden sollten – achten Sie bitte darauf. Außerdem wissen Sie immer noch nicht, wie Sie die Analfissur heilen können.

Ich empfehle Ihnen dafür das natürliche Öl prorepatin. Zwar bin ich selbst noch nicht in die Situation gekommen, dass ich es benutzen musste. Doch der beschriebene Wirkmechanismus und die vielen guten Erfahrungen überzeugen mich. Und ausprobieren kann ja schließlich nicht schaden. Das Pflanzenöl hat mehrere Wirkeffekte:

  1. legt sich wie ein Schutzschild über die Wunde und verhindert dadurch das weitere Eindringen von Bakterien, Keimen und Feuchtigkeit
  2. vermindert bereits vorhandene Bakterien und andere Störfaktoren und leitet damit eine Abheilung ein
  3. lässt die Haut gleichzeitig weiter atmen, was ebenfalls zur beschleunigten Heilung beiträgt
  4. macht durch seinen Ölfilm die Haut elastisch und „schmiert“ diese, wodurch sie nicht weiter einreißen kann.

Fazit: Die Beschwerden einer Analfissur lassen sich auf verschiedene Weise lindern und deren Heilung unterstützen. In meinen Tipps für Ihre Kliniktasche rate ich Ihnen, sicherheitshalber prorepatin mit einzupacken, denn es entfaltet seine oben beschriebene Wirkung auch bei anderen Geburtsverletzungen.

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